// Froschtest //

Der Froschtest war in früheren Zeiten ein intensiv genutzter Schwangerschaftstest. Bis in die 1960er Jahre, als immunologische Methoden entwickelt wurden, galt er als quasi Standard. Die auch Krötentest (Galli-Mainini-Test) genannte Methode wird aufgrund ihrer Einfachheit und niedrigen Kosten weiterhin in ländlichen Gebieten vieler lateinamerikanischer Länder eingesetzt.

Dabei wird einem Krallenfrosch (Apothekerfrosch) Urin (manchmal auch Blutserum) in den Lymphsack injiziert.
Der Urin einer schwangeren Frau enthält das Hormon HCG, das den Eisprung des Tieres stimuliert. Wenn der Frosch innerhalb von 24 Stunden gelaicht hat, wurde der Test als positiv bewertet. Das Tier überlebte und konnte für einen weiteren Test verwendet werden, allerdings mit einer Verzögerung von etwa 40 Tagen.

Dieser Test wurde in den 1930er Jahren von den Forschern Lancelot Hogben, Zwarenstein und Shapiro in Südafrika entwickelt. Für die Experimente wurde die Krötenart Xenopus laevis (Krallenfrosch) verwendet, die später in die ganze Welt exportiert wurde, was sie zu einem Schädling macht, der die lokale Fauna in einigen Ländern bedroht, wo es ihr gelang, aus der natürlichen Umgebung zu entkommen.

Hier werden interessante & lustige Fakten präsentiert. Einige gehören eher zu der Rubrik sinnloses, unnützes oder auch nutzloses Wissen. Wie dem auch sei, manche sind wissenswert, anderer eher unterhaltsam oder zum Schmunzeln oder bzw. zum Angeben geeignet.

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