// Elektrosmog //

Elektrosmog bezeichnet die Belastungen des Körpers, die durch ein verstärktes Aufkommen elektro-magnetischer Felder (insbesondere durch Handys und WLAN), verursacht werden.


Es gibt keine einheitlich und klare Definition des Phänomens Elektrosmog: Sendemasten, Kabel, Stromleitungen und Geräte erzeugen elektrische und magnetische Felder, die zwar messbar aber unsichtbar sind. Seit der explosionsartigen Vermehrung der drahtlosen Technologien (Handys, Bluetooth, WLAN, usw.) befürchten immer mehr Menschen, dass diese Strahlung sich negativ auf ihre Gesundheit auswirkt, und schlimmstenfalls die Ursache von Krankheiten ist.


Niederfrequente Kraftfelder

Sowohl elektrische als auch magnetische Felder sind Kraftfelder. Nur nur (relativ) langsam veränderliche Wechselfelder bezeichnet man als niederfrequent bzw. im Grenzfall (keine Veränderung) als statisch.


Man spricht von niederfrequent (NF), wenn die Frequenz, also die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde, zwischen 3 Hz und 30 kHz.

Jedes Haushaltsgerät, das an einer Steckdose hängt, wie Waschmaschine, Mikrowelle, Bügeleisen, Staubsauge oder Elektroherd erzeugt solche Felder. Der niederfrequente Wechsel-Strom hat in den meisten Ländern eine Frequenz zwischen 30 und 100 Hertz (50 Hz in Deutschland).


Sowohl die stromführenden Leitungen als auch die Geräte selbst sind kontinuierlich von elektrischen Feldern umgeben, auch wenn sie ausgeschaltet sind.

Diese elektrischen Felder gibt es auch an Verteilerkästen, Trafos und Versorgungsleitungen. Allerdings können sie leicht abgeschirmt werden. Auch eine Hauswand verringert die Feldstärke um fast 90%. Bei Hochspannungsleitungen sind aber einer Entfernung von 50 Metern die Felder kaum noch messbar.


Wird ein Gerät eingeschaltet, also Strom „verbraucht“, entstehen zusätzlich magnetische Felder, deren Intensität mit dem Stromverbrauch korreliert. Diese Stärke dieser Felder nimmt auch mit zunehmender Entfernung ab, aber sie durchdringen Mauern ohne größere Abschwächungen.


Hochfrequente Kraftfelder

Im Frequenzbereich von etwa zwanzigtausend Mal pro Sekunde (20 kHz) bis etwa dreihundert Milliarden Mal pro Sekunde (300 GHz) spricht man von hochfrequenten Feldern.


Quellen sind Mobilfunkmasten, Handys, Sendemasten von Radio- und Fernsehsendern, Mikrowellenherde, WLAN etc.

Diese elektromagnetischen Wellen durchdringen viele Materialien und breiten sich recht ungehindert aus; was ja durchaus erwünscht ist, schließlich will man ja nicht nur in Sichtweite des Sendmasts telefonieren können. Zudem erzeugen sie immer elektrische und magnetische Felder.


Handys

Von Mobilfunktelefonen geht eine relative hohe Strahlung aus, schließlich muss diese den nächsten Funkmast erreichen. Zudem wird es oft in unmittelbarer Nähe des Gehirns für einen längeren Zeitraum verwendet. Je schlechter der Empfang (die 5 Balken) umso mehr Energie muss zur Erzeugung der elektromagnetischen Strahlung aufgewendet werden (natürlich mit Auswirkungen auf die Akku-Leistung).


SAR

Die spezifische Absorptionsrate (SAR) ist ein Maß für die Absorption von elektromagnetischen Feldern in einem Material (Körper) und führt stets (ob messbar oder nicht) so dessen Erwärmung. Es ist definiert als die pro Gewebemasse aufgenommene Leistung und die Einheit von Watt pro Kilogramm (W/kg).


Häufig wird bei Mobiltelefonen ein SAR-Wert für die maximale Sendeleistung angegeben. Dieser liegt bei modernen Geräten ungefähr zwischen 0,2 bis 2 W/kg (der letztere Wert ist auch gleichzeitig der von der WHO festgelegte obere Grenzwert).

Ein Handy braucht in gut ausgebauten Netzen eine erheblich geringere Sendeleistung als in schlechter ausgebauten Netzen. Der Aufenthalt in Gebäuden (insbesondere solchen aus Stahlbeton) und in Fahrzeugen (faradayscher Käfig) erhöht dagegen die benötigte Sendeleistung.


Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Bus, U-Bahn, Zug, etc. steigt die Handy-Sendeleistung um das 6fache, im ungünstigsten Fall um das 25fache.
So spektakulär die Messergebnisse auch sein mögen, Anlass zu Panik geben sie derzeit nicht. Denn die gegenwärtig geltenden Grenzwerte werden auch dadurch nicht überschritten. Allerdings sind die Grenzwerte heftig umstritten. Sie stehen zunehmend im Verdacht, viel zu hoch zu sein, um biologische Spätfolgen am Menschen sicher zu vermeiden.


Krank durch Elektrosmog?

Experten sind er Ansicht, dass von Fernsehern und anderen Haushaltsgeräten auf Grund der geringen Feldstärke kein gesundheitliches Risiko ausgeht.


WHO

Als Reaktion auf die öffentliche Besorgnis richtete die WHO 1996 das Internationale EMF-Projekt ein, um die wissenschaftlichen Erkenntnisse über mögliche gesundheitliche Auswirkungen von EMF im Frequenzbereich von 0 bis 300 GHz zu bewerten. Es wurden umfangreiche Experimente über die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen einer Exposition gegenüber vielen Teilen des Frequenzspektrums durchgeführt.


Im Jahr 2002 veröffentlichte die WHO ein Dokument zu elektromagnetischen Feldern, in dem festgestellt wurde:


„Niederfrequente elektrische Felder beeinflussen den menschlichen Körper. Sie bewirken einen Stromfluss durch den Körper hindurch zur Erde. Niederfrequente magnetische Felder induzieren im menschlichen Körper Ströme, die auf geschlossenen Kreiswegen fließen. Die Stärke dieser Ströme hängt von der Stärke des äußeren Magnetfeldes ab. Sind diese Ströme stark genug, dann können sie Nerven und Muskeln stimulieren oder andere biologische Vorgänge beeinflussen.“


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat elektromagnetische Felder (EMFs) und ihre angeblichen Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass Expositionen innerhalb der empfohlenen Grenzwerte keine bekannten negativen Auswirkungen auf die Gesundheit haben.


Forschung

Alle bisher bekannten Forschungsergebnisse haben ergeben, dass, solange die Exposition unter den in den ICNIRP (1998) EMF-Leitlinien empfohlenen Grenzwerten liegt, solche Expositionen keine bekannten gesundheitsschädlichen Konsequenzen erkennen lassen.


Um als wissenschaftlich bewiesen zu gelten, bedarf es einer schlüssigen These (Wirkmodell), die Ursache und Wirkung beschreibt. Zudem muss die These in Experimenten oder epidemiologischen Studien bestätigt werden, andernfalls handelt es sich um ein „Cum hoc ergo propter hoc“, also einen Fehlschluss der Ursache und Korrelation miteinander vermengt.


Kurze Übersicht aller zur Kategorie Telefon (202) zugeordenten Fakten.

Regeln für die Zusammenfassung: unser Steckbrief ist kurz & knapp, in einer klaren Sprache auf Deutsch geschrieben und nennt die Dinge beim Namen.
Sowohl die Bedeutung, als auch die Definition und Herkunft des Begriffs sowie seine Abkürzung wird in einer prägnanten Übersicht, die die wichtigsten Inhalte enthält, verständlich erläutert. Wenn es der Sachverhalt erlaubt, werden die Daten in einer Tabelle als Liste präsentiert.

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Bei Objekten aus der realen Welt werden selbstverständlich auch die Dimensionen wie Höhe, Breite, Tiefe und Länge, Gewicht, bzw. Entfernung, Geschwindigkeit sowie die Zusammensetzung mit in die Analyse einbezogen. Das erklärte Ziel dieser Einträge ist, zur Verbreitung des gesicherten Wissens auf einer soliden Basis beizutragen.