// Erstes Düsentriebwerk //

Die Entwicklung des Strahltriebwerks sollte die Luftfahrt revolutionieren. Sowohl der Deutsche Hans von Ohain als auch der Engländer Frank Whittle leisteten Pionierarbeit bei der Konstruktion der ersten Düsenjäger.
Die zentrale Komponente eines Turbinen-Strahltriebwerk (auch Düsentriebwerk) ist eine Gasturbine deren Schubkraft auf der Rückstoßwirkung des erzeugten Luft- und Abgasstroms beruht. Die Silben „Turbo-“ oder „Turbinen-“ beziehen sich auf die rotierenden Teile im Inneren des Triebwerks (vgl. lateinisch turbo = "Wirbel, Kreisel").

Strahltriebwerke zeichnen sich durch hohe Leistung und Schubkraft aus, bei vergleichsweise geringen Massen und Baugrößen. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben sie die Propeller Triebwerke abgelöst und sind die meistgenutzten Triebwerke. Sie können aber Ihre Vorteile erst oberhalb von etwa 100 Kilowatt Leistung entfalten; kleinere Flugzeuge nutzen immer noch daher Kolben- oder Elektromotoren.


Radialtriebwerk

Der Engländer Frank Whittle (1907 - 1996) reichte schon 1928 verschiedene Vorschläge zum Bau von Strahltriebwerken ein, die 1932 als Patent anerkannt wurden. Sein Triebwerk besaß eine einzige Turbinenstufe, die einen Zentrifugalkompressor antrieb.
Das grundlegende Prinzip bei der Konstruktion des Strahlantriebs war die Gasturbine, bei der die Energie zum Antrieb des Kompressors von der Turbine selbst stammte.
Jahre später wurde Whittle ab 1935 Leiter der Entwicklungsabteilung der Firma „Power Jets Ltd.“ Des Unternehmers Rolf Dudley. Er konstruierte ein Triebwerk, den Typ U (Testlauf 1937), und nachdem das britische Kriegsministerium weitere Gelder bewilligte, den Typ W.1.
Die Firma Gloster Aircraft baute ein passendes Flugzeug, das Gloster E.28/39, welches erstmals am im Mai 1941 startete.

Axialtriebwerk

Unabhängig von Whittles Arbeiten begann Hans von Ohain (1911 - 1998) ab 1935 in Deutschland seine Arbeit an einem ähnlichen Triebwerk. Er wurde Chef einer neuen Abteilung der „Ernst Heinkel Flugzeugwerke AG“ (kurz Heinkel) eines der größten deutschen Hersteller von Flugzeugen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ohain nutzte zunächst Wasserstoff als Treibstoff, worauf sich auch seine raschen Erfolge zurückführen ließen. Der erste Prototyp flog bereits im August 1939 in Rostock als erstes Düsenflugzeug der Welt.
Als erstes Strahltriebwerk in Serie wurde später das Jumo 004 ab 1942 produziert, welches unter anderem in der zweistrahligen Messerschmitt Me 262 zum Einsatz kam. In der Luftfahrt setzte sich schließlich das Axialtriebwerk durch.

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