// Mastgänse //

Etwa 95% der Gänse werden in den letzten Wochen des Jahres verspeist. Durch Kraftfutter und Wachstumsförderer dauert die „Turbo-Mast“ nur 10-12 Wochen, bis die Tiere schlachtreif sind: "Gans arm dran".

Gänse-Mast

Am 11. November, am Feiertag des heiligen Martin, ist es wieder soweit: Tausende von Mastgänsen werden ihr Leben lassen. Der Gänsebraten ist eines der beliebtesten saisonalen Gerichte in Deutschland.
Blickt man jedoch hinter die Kulissen, dann bleibt einem der Bissen im Halse stecken.
Ähnlich wie Pute und Ente werden Gänse in riesigen Masthallen gezüchtet. Es geht vor allem darum, die Vögel in kürzester Zeit auf ein Höchstgewicht zu bringen.

Die schmerzhaften Begleiterscheinungen wie Atemnot, Knochenbrüche und Gelenkentzündungen, die bei einer derartigen schnellen Gewichtszunahme auftreten, schert die Mäster wenig. Damit die Tiere diese Tortur überhaupt bis zum Schlachttermin durchstehen, wird dem Futter Antibiotika beigemischt.

Unter Umgehung der gesetzlichen Rahmenbedingungen werden Tiere auf grausame Art und Weise für den schnellen Profit ausgebeutet und dabei die bestehenden Tierschutz- und Hygienebestimmungen missachtet.

Anders als bei den Legehennen gibt es in Deutschland keine bundesweit geltende Haltungsverordnung für Mastgänse. Ein Appell an die Verbraucher:

  • achten Sie beim Kauf eines Gänsebratens auf die Aufschrift 'Freilandhaltung
  • erkundigen Sie sich auch im Restaurant nach der Herkunft des Gänsefleischs

Geflügel Haltung

Gänseeier werden im Frühjahr gelegt und brauchen 4 Wochen bis sie schlüpfen. Küken sind daher zwischen April und Juli zu bekommen.

Um die Tiere bis zur Schlachtung aufzuziehen unterscheidet man verschiedene Formen der Gänsemast: Schnellmast (bis zu 10 Wochen), Intensivmast (bis zu 16 Wochen) und Weidemast (bis zu 32 Wochen).

Schnellmast

Für die Schnellmast wird hoch konzentriertes Futter benötigt, denn die Gänse sollen innerhalb von 10 Wochen schlachtreif sein. Solch eine Ernährung mit über 21% Eiweiß und sehr hohem Energiegehalt ist mit betriebseigenem Futter kaum erreichbar.

Intensivmast

Die etwa 16 Wochen dauernde Intensivmast stellt eine verkürzte bzw. intensive Weidemast dar.
Die Schlachtung erfolgt im Spätsommer, und die Gänse müssen daher überwiegend eingefroren werden und erreichen nicht die Qualität wie bei der Weidemast. Während der Weidephase im Rahmen der Intensivmast gibt man zusätzlich am Abend im Stall steigende Mengen Getreide.

Die Endmast beginnt etwa 4 Wochen vor der Schlachtung und erfolgt überwiegend im Stall. Man verfüttert Gänse-Endmastfutter, Alleinfutter für die Putenenmast (V oder VI) und andere Kombinationen.

Bei dieser nicht ganz artgerechten Haltung mangelt es den Gänsen an der natürlichen Bewegung. Daher kommt es zu Beinschwächen und mehr oder weniger starker Verfettung.

Weidemast

Die Weidemast dauert bis November/Dezember, und ist für Kleinbestände die geeignetste und wirtschaftlichste Mastmethode.

Die Gänse sind den ganzen Sommer über auf der Weide und abends bekommen sie Körnerfutter (halb Weizen/Hafer). Vier Wochen vor der Schlachtung, bekommen sie Geflügelmastfutter zur freien Verfügung. Sie haben dann ein Schlachtgewicht zwischen 4 und 6 kg.

Foie gras

Foie gras (Französisch für ‚fette Leber‘), im Deutschen Stopfleber genannt, ist eine sehr umstrittene kulinarische Spezialität, die aus der Leber von fünf bis sechs Monate alten Gänsen oder Enten gewonnen wird.

Die Fettlebern entstehen durch eine bestimmte Mastform (gavage), bei dem die Tiere in den letzten 21 bis 28 Tagen zwangsernährt werden. Den Tieren wird, drei bis viermal pro Tag, mittels eines Rohres ein Futterbrei aus 95 Prozent Mais und 5 Prozent Schweineschmalz in den Magen gepumpt. Die Leber wiegt dadurch statt der üblichen 300 Gramm bei der Schlachtung 1.000 bis 2,000 Gramm, und der Fettgehalt schwankt zwischen 31 und 51 Prozent.

Die Art der Fütterung (auch Nudeln oder Stopfen genannt) ist in vielen Ländern verboten, Import und Verkauf sind aber beispielsweise in der EU zugelassen. Im Juli 2012 trat in Kalifornien ein Verbot der Herstellung und des Verkaufs der Leber von gestopftem Geflügel in Kraft, das allerdings von einem Bundesgericht im Januar 2015 wieder gekippt wurde.

Auf der weltweit größten Fachmesse, der Allgemeinen Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung (Anuga) in Köln, wurde 2011 die Produktbezeichnung „Foie gras“ aus dem Warenverzeichnis gestrichen, was jedoch kein Ausstellungsverbot bedeutet.

Regeln für die Zusammenfassung: unser Steckbrief ist kurz & knapp, in einer klaren Sprache auf Deutsch geschrieben und nennt die Dinge beim Namen.
Sowohl die Bedeutung, als auch die Definition und Herkunft des Begriffs sowie seine Abkürzung wird in einer prägnanten Übersicht, die die wichtigsten Inhalte enthält, verständlich erläutert. Wenn es der Sachverhalt erlaubt, werden die Daten in einer Tabelle als Liste präsentiert.

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