// Aminosäuren //

Alles was Sie über Aminosäuren wissen sollten!

Essentielle Aminosäuren

Eiweiße (Proteine) sind für die Struktur und die Funktion des menschlichen Organismus von überragender Bedeutung. So ist auf der einen Seite die Gestalt eines Menschen im wesentlichen abhängig von Proteinen, denn sie sind die entscheidenden Bestandteile fast aller Organe. Daneben sind Eiweiße in ihrer Funktion als Biokatalysatoren (Enzyme) die Garanten für einen ordnungsgemäßen Ablauf des Stoffwechsels.

Alle Proteine sind aus Aminosäuren zusammengesetzt. Wir unterscheiden 20 verschiedene Aminosäuren, von denen acht für den Organismus essentiell sind. Diese Aminosäuren - Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Methionin und Lysin, bei Säuglingen auch Arginin und Histidin - müssen dem Körper also täglich via Nahrung zugeführt werden, weil er sie nicht selbst herstellen kann.

Die Ernährung in den westlichen Industrienationen ist aufgrund des charakteristischen hohen Fleischkonsums eher durch ein Zuviel als ein Zuwenig an Eiweiß gekennzeichnet. Defizite gibt es aber trotzdem - nicht, was die Gesamtmenge an verzehrtem Eiweiß betrifft, sondern dessen Wertigkeit. Nicht selten sind in der Nahrung eine oder mehrere essentielle Aminosäuren unterrrepräsentiert, vor allem dann, wenn Eiweißbedarf überwiegend aus tierischer Kost gedeckt wird. Interessanterweise sind essentielle Aminosäuren nämlich vorwiegend in pflanzlichen Lebensmittel enthalten. Experten empfehlen daher, den Eiweißbedarf zu zwei Dritteln aus pflanzlicher und zu einem Drittel aus tierischer Kost zu decken.

Da als Folge einer langfristigen Fehlernährung oder als Folge von starkem Streß, Leistungssport oder chronischen Erkrankungen Mangelversorgungen an essentiellen Aminosäuren auftreten können, spielen diese Substanzen, extern verabreicht, als Fitmacher für Stoffwechsel und Immunsystem eine bedeutende Rolle. Die gezielte Ergänzung spezieller Aminosäuren sollte allerdings stets von einem erfahrenen Arzt durchgeführt und überwacht werden. Für denjenigen, der nicht an Abwehrschwäche leidet und lediglich vorbeugend seine Versorgung mit essentiellen Aminosäuere sicherstellen will, für den emfiehlt sich das Naturprodukt Quinoa, eine an Aminosäure besonders reiche Getreideart aus den Andenregionen Südamerikas.


Valin

Funktion:
wichtig für Leber und das Immunsystem; Lieferant zahlreicher Botenstoffe des Nervensystems; Energiequelle für die Muskulatur

Vorkommen in Lebensmitteln: Rüben aller Art, grüne Blattsalate, Zucchini, Tomaten

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krebs und Autoimmunerkrankungen


Leucin

Funktion:
wichtig für Leber und das Immunsystem; Lieferant zahlreicher Botenstoffe des Nervensystems; Energiequelle für die Muskulatur

Vorkommen in Lebensmitteln: Oliven, Avocados, Papayas, Kokosnüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Quinoa

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krebs und Autoimmunerkrankungen


Isoleucin

Funktion:
wichtig für Leber und das Immunsystem; Lieferant zahlreicher Botenstoffe des Nervensystems; Energiequelle für die Muskulatur

Vorkommen in Lebensmitteln: Oliven, Avocados, Papayas, Kokosnüsse, Walnüsse, Haselnüsse, Quinoa

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krebs und Autoimmunerkrankungen


Phenylalanin

Funktion:
Ausgangssubstanz für die Hormone der Schilddrüse, des Nebennierenmarks sowie des Pigments Melanin, Beteiligung am Aufbau des Streßhormons Noradrenalin

Vorkommen in Lebensmitteln: Karotten, Rote Bete, Tomaten, Spinat, Äpfel, Ananas

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, starker Stress (erhöhter Bedarf an psychoaktiven Aminosäuren wie Phenylalanin), häufige Diäten, Leistungssport, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krebs und Autoimmunerkrankungen


Threonin

Funktion:
reguliert das Zusammenspiel von Aminosäuren und Zuckern, indem es deren Verknüpfung vermittelt

Vorkommen in Lebensmitteln: Alfalfa, grüne Blattgemüse, Papayas, Karotten, Quinoa

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krebs und Autoimmunerkrankungen


Tryptophan

Funktion:
Bestandteil fast aller körpereigenen Proteine, ausgenommen Kollagen und Insulin; Ausgangssubstanz der Hormone Serotonin und Melatonin; regulatorische Funktion auf das Zentralnerven-, Herz-Kreislauf- und Immunsystem; Bindeglied zwischen körperlichen und seelischen Beschwerden: depressive Phasen »verbrauchen« Tryptophan, die Folge sind zunächst Herz-Kreislauf-Beschwerden

Vorkommen in Lebensmitteln: Rüben, Rettich, Fenchel, Bananen, Tomaten, Spinat

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krebs und Autoimmunerkrankungen


Methionin

Funktion:
überträgt Methylgruppen und ist dadurch am Aufbau zahlreicher körpereigener Eiweiß- und Wirkstoffe beteiligt

Vorkommen in Lebensmitteln: Kohlarten, Meerrettich, Knoblauch, Äpfel, Haselnüsse, Quinoa

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krebs und Autoimmunerkrankungen


Lysin

Funktion:
Bestandteil zahlreicher Enzyme sowie der Kollagenfasern

Vorkommen in Lebensmitteln: Sojasprossen, grüne Gemüse, Sellerie, orangefarbene Früchte, reichlich in Quinoa

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krebs und Autoimmunerkrankungen


Arginin

Arginin (essentiell für Säuglinge und Kleinkinder)

Funktion: wichtige Stickstoffquelle für den Körper; Lieferant des Immunmodulators Stickoxid

Vorkommen in Lebensmitteln: grüne Gemüse, Alfalfa, Lauch, Rettich, Kartoffeln, Quinoa

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit


Histidin

Histidin (essentiell für Säuglinge und Kleinkinder)

Funktion: Bestandteil der Atmungskette und des roten Blutfarbstoffs; reguliert Wachstum und Regeneration von Zellen; kreislaufwirksam

Vorkommen in Lebensmitteln: Rüben, Rettich, Sellerie, Gurken, grüner Salat, Zwiebel, Knoblauch, Apfel, Ananas, Papaya, Quinoa

Mögliche Ursachen von Mangelzuständen: langfristige unausgewogene Ernährung, häufige Diäten, Leistungssport, starker Stress, Krebsleiden

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit


Regeln für die Zusammenfassung: unser Steckbrief ist kurz & knapp, in einer klaren Sprache auf Deutsch geschrieben und nennt die Dinge beim Namen.
Sowohl die Bedeutung, als auch die Definition und Herkunft des Begriffs sowie seine Abkürzung wird in einer prägnanten Übersicht, die die wichtigsten Inhalte enthält, verständlich erläutert. Wenn es der Sachverhalt erlaubt, werden die Daten in einer Tabelle als Liste präsentiert.

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