// Königskrabbe //

Die Königskrabbe, gelegentlich aufgrund ihrer Größe auch Monsterkrabbe genannt, gilt als Delikatesse und wird ausgiebig befischt. Sie gehört zur Ordnung der Zehnfuß-Krebse und ist damit keine Krabbe im engeren Sinne.


Die Königskrabbe gehört zu den Krebsen

Eine rote Königskrabbe die eine Spannweite von bis zu 1,8 Metern erreichen kann



Anatomie

Der Rückenpanzer (Carapax) der Königskrabbe erreicht eine Größe von 25 cm, die Spanweite der Beine kann bis zu 180 cm betragen und sie erreicht ein Gewicht von bis zu 12 Kilogramm.
Wie alle Krebse müssen sie sich auf Grund ihres Exoskeletts von Zeit zu Zeit häuten. Die Tiere haben als Zehnfußkrebse (Decapoda) fünf Beinpaare, von denen das erste Scheren trägt, deren rechte stets größer ist als die linke; erstere dient zum Kampf, letztere zum Fressen. Das fünfte Beinpaar liegt versteckt in der Kiemenhöhle, ist verkürzt und hat dort die Funktion einer Reinigungsbürste.


Lebensweise

Die Lebenserwartung beträgt ungefähr 30 Jahre. Ausgewachsene Königskrabben (Paralithodes camtschaticus) haben kaum natürliche Feinde (vom dem bei Krabben typischen Kannibalismus einmal abgesehen). Die Krabben sind in der Regel Aasfresser, nehmen aber auch lebende Beute, wenn sie drankommen (Muscheln, Seesterne, Fische).
Die Färbung hängt von der Nahrung ab. Am häufigsten ist die Farbe Rot, aber auch dunkle Blautöne und Braun kommen vor.
Der Krebs wurde nach der Farbe benannt, die er beim Kochen annimmt, und nicht nach der Farbe des lebenden Tieres, die meistens eher burgunderfarben ist.


Da kann einem Taucher schon etwas mulmig werden, denn die possierlichen Tiere sind mit Scheren ausgestattet, die einem Bolzenschneider Konkurrenz machen können. Kein Fischernetz ist vor ihnen sicher. Ein Nylonseil von 1cm Stärke wird glatt durchgekniffen. Ein Finger oder Zeh auch. Also besser Abstand halten.


Verbreitung

Die rote Königskrabbe kam zunächst nur im nördlichen Pazifik (vor allem vor Japan und Alaska) vor. Ende der 1960er Jahre wurde die Krabbe von russischen Forschern in der Barentssee nahe Murmansk ausgesetzt, wo sie sich als invasive Art plangemäß stark vermehrte. Bis heute ist sie zu den norwegischen Lofoten vorgedrungen. Die Umsiedlungsaktion war vom Generalsekretär der Sowjetunion, Josef Stalin, in die Wege geleitet worden, um die Fischereierträge zu erhöhen. Offenbar mit Erfolg. Vor Norwegen tauchen die Tiere inzwischen zu Hunderttausenden in allen Größen auf, graben mit ihren Scheren den Schlick auf und fressen alles was sie finden.


In der deutschen Boulevardpresse wird regelmäßig kolportiert, „das Monster“ werde sich immer weiter nach Süden ausbreiten und demnächst Badegäste auf Sylt verletzen. Dem steht allerdings entgegen, das die Monsterkrabbe eine durchschnittliche Wassertemperatur von 3,0 bis 5,5 °C bevorzugt, auch wenn es Berichte gibt, das sie (temporär) Temperaturen zwischen -1,5 bis 12°C toleriert.


Herkunft

Gerüchte sagen, die monströse Größe habe etwas mit den atomaren Verseuchungen des Nordmeers zu tun. Es seien erste spontane Mutationen einer ohnehin recht robusten Spezies. Wenn das stimmt, kommt noch einiges auf uns zu. Immerhin haben die Norwegischen Fischer nach dem Ruin ihrer Fanggründe nun wieder eine lohnende Beute. Mehrere Fisch-Fabriken haben ihre Anlagen bereits auf die Verarbeitung der Riesenkrabben umgestellt.


Wissenschaftler haben schon lange festgestellt, dass im Ballastwasser der Frachtschiffe eine große Vielfalt von Lebewesen aus weit entfernten Meeren in unsere heimischen Gewässer gelangt.
Die meisten können hier nicht überleben, weil sie andere Bedingungen gewohnt sind, aber ein kleiner Teil ist immer dabei, der sich anpassen kann und dann hier in Konkurrenz zu einheimischen Arten tritt.
Oft sehr erfolgreich, wie das Beispiel der Wollhandkrabbe zeigt, die seit Jahren bereits unsere Küstenflüsse besiedelt und nicht mehr zu vertreiben ist. Sie wandert auch problemlos über Land, wenn ein Hindernis im Wasser ist, z.B. ein Staudamm. Diese Krabbe ist zwar kein großes Monster, aber einen Finger oder Zeh kann sie auch abkneifen… .


Hoffen wir mal, dass die Wollhandkrabbe nicht auch mutiert. Wenn diese Biester 200 cm Größe erreichten, würden sie vermutlich nachts die Kühe von der Weide fressen!

Regeln für die Zusammenfassung: unser Steckbrief ist kurz & knapp, in einer klaren Sprache auf Deutsch geschrieben und nennt die Dinge beim Namen.
Sowohl die Bedeutung, als auch die Definition und Herkunft des Begriffs sowie seine Abkürzung wird in einer prägnanten Übersicht, die die wichtigsten Inhalte enthält, verständlich erläutert. Wenn es der Sachverhalt erlaubt, werden die Daten in einer Tabelle als Liste präsentiert.

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